Dicht dran und nicht ganz dicht? admin June 8, 2025

Dicht dranund nicht ganz dicht?

Ein Erfahrungsbericht über und mit Geocachern

Jahr

Auftraggeber

Bereich

Ein Buch,
scheinbar verrückt, das als Kompass in
in eine fremde Welt dient.

Sei es nun in einem Waldstück oder mitten in einer Stadt. Immer häufiger kann man Leute beobachten, die sich merkwürdig zu verhalten scheinen. Sie stecken ihre Köpfe in Hecken, untersuchen Laternen oder klettern auf Bäume. Man kann beobachten, wie diese Leute etwas suchen. Dabei achten sie stets darauf, möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Beobachtet man sie, brechen sie oft ihre Suche ab oder verhalten sich noch merkwürdiger. Sie schnüren sich dann die Schuhe oder beginnen in ihrem Rucksack zu wühlen. Doch was suchen diese Menschen? Und wozu diese Geheimniskrämerei? Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Spiel Geocaching. Diese weltweit betriebene Freizeitgestaltung erfreut sich wachsender Beliebtheit. Auch als GPS-Schnitzeljagd bezeichnet, findet das Spiel im Internet, hauptsächlich aber in der freien Natur statt. Die Spieler suchen dabei nach in Plastikbehältern versteckten Zetteln, auf denen sie ihren Fund dokumentieren. Einige Spieler gehen für das Spiel bis an ihre Grenzen. Es handelt sich dabei um Menschen unterschiedlichsten Alters und unterschiedlichster Herkunft. Viele Spieler sind von diesem Spiel regelrecht in den Bann gezogen und werden daher häufig von ihren Mitmenschen für ihr Hobby belächelt. Für viele Menschen ist diese Spielwelt höchst unverständlich. Als verrückt abgestempelt, reden viele der Spieler daher nicht gerne über ihr Hobby. Es stellt sich die Frage, aus welchem Grund erwachsene Menschen durch den Wald laufen und nach Plastikdosen suchen, in denen sie sich verewigen können. Wer macht dies und was treibt ihn an? Oder: Wie wird man zu einem dieser angeblich „Verrückten“? Teil dieser Arbeit ist ein Selbstversuch. Anhand einer Dokumentation in Buchform werden Einblicke in diese Welt gegeben. Die Arbeit zeigt, wer bei diesem Spiel mitspielt und aus welcher Motivation heraus. Ebenso wird geschildert, wie das Spiel funktioniert, welche Anreize es bietet und ab welchem Punkt es einen überzeugen kann, es intensiv zu betreiben. Die aktive Teilnahme am Spiel wird außerdem zeigen, was es heißt sich in eine neue, unbekannte Gemeinschaft einzufügen. Das Endprodukt der Untersuchung ist im wahrsten Sinne “verrückt”.

Ein Buch als Freak
Die Seiten stehen in drei unterschiedlichen Winkelungen aus dem Buch heraus.
Je Winkelung ergibt sich eine inhaltliche Ebene.

Ein Buch durch und
durch verrückt!
  • Das Inhaltsverzeichnis richtet sich nach der Winkelung der jeweiligen Seiten. Zur besseren Orientierung… oder eben auch nicht.
  • “Ethnologisch” gehaltene Erfahrungsberichte sind in schwarz gesetzt; das Spiel erklärende Inhalte stets in blau.
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Bei allem Ernst:
Spaß muss sein!
  • Strichgrafiken erklären die Spielwelt und deren Regeln illustrativ.
  • Nicht ganz ernsthaft und überspitzt werden Eigen- und Besonderheiten des Spiels dargestellt.
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Der Spieler:
ein Mysterium
  • Sämtliche Fotos sind in schwarz-weiß gehalten und verbergen die Identitäten der Spieler.
  • Aufklappseiten erschweren die Handhabung des Buchs an mehreren Stellen – ganz bewusst!
Ein ganz besonderer Dank gilt allen Geocachern, die bereit waren mich bei dieser Arbeit zu unterstützen!