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Wie lässt sich Literatur inszenieren? Die Konzeptstudie für das Literaturzentrum Westfalen-Lippe mit der Lyrikerin Annette von Droste-Hülshoff als Galionsfigur verwandelt den authentischen Lebensort der Dichterin in einen Museumskomplex mit überregionaler Strahlkraft.


Datum

Februar 2013

Rolle

Art Direktion, Konzeption, Spatial Design, Szenografie

Die Aufgabe

Vor den Toren Münsters liegen mit dem Renaissance-Wasserschloss Burg Hülshoff und dem spätbarocken Haus Rüschhaus zwei herausragende Baudenkmäler, die als Lebensorte der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) von einzigartiger Bedeutung sind.

2012 übernahm die neu gegründete Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung die Obhut und die Leitung über beide Anwesen und sorgt für ihre Weiterentwicklung. Satzungsgemäßer Auftrag der Stiftung ist es, „die mit dem Namen ‚Droste zu Hülshoff‘ verbundenen kultur- und literaturhistorischen Werte zu fördern und fortwährend zu vermitteln sowie Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung zu unterstützen“.

Burg Hülshoff, in ihrem heutigen Zustand eine Wasseranlage aus dem 15. Jahrhundert mit Haupthaus, weitläufiger Vorburg und riesigem Gartenareal, wurde bisher als privat betreutes Familienmuseum betrieben, das aktuellen Anforderungen an einen musealen Ort nicht genügt. Das nur fünf Kilometer entfernte Haus Rüschhaus, in seiner Mischung aus Bauernhaus und Herrensitz ein architektonisches Kleinod, ist als weitgehend authentisch erhaltener Wohnsitz der Dichterin mittels eines personalen Führungsbetriebs öffentlich zugänglich.

Beide Häuser unterliegen den Vorgaben und Bestimmungen des Denkmalschutzes. Burg Hülshoff soll sich zu einem Literaturzentrum mit überregionaler Strahlkraft entwickeln und gemeinsam mit Haus Rüschhaus eine neue starke Achse in der Literaturlandschaft Westfalens bilden.

Der Grundgedanke

Anhand der beiden Pole von Information und Emotion wird die Lyrikerin an ihrem authentischen Lebensort erlebbar.

Die Hauptburg

Rundgang durch die Hauptburg

Das Museum der Hauptburg steht unter dem Titel 'Mauern voller Geschichte(n)' und gibt Einblicke in das Leben des Adels im 18. Jahrhundert. Ein bereits bestehender Rundgang wird szenografisch akzentuiert und multimedial erweitert. Zudem wird das Museum im Haus Rüschhaus, als authentischer Lebensort der Droste, überarbeitet und über einen Lyrikweg an Burg Hülshoff angebunden.

Die Vorburg

Literaturzentrum in der Vorburg

Eine Dauerausstellung zu Werk und Wirken der Droste findet in der Vorburg Platz und steht unter dem Titel 'Ein Wald aus Büchern'. Die Vorburg bietet außerdem Platz für Veranstaltung- und Konferenzräume und erzeugt so Synergieeffekte mit weiteren Museen der Region.

Der Lyrikweg

Der Lyrikweg

Der 5 Kilometer lange Weg verbindet Burg Hülshoff mit Haus Rüschhaus, dem authentischen Wohnort der Droste. Stelen aus Corten-Stahl sind an verschiedenen, für die Droste inspirierenden, Orten aufgestellt. Wegweiser auf der Aussenseite und literarischer Zeitzeuge auf der Innenseite.

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